Mit einem Kran erhängt zu werden, ist eine wirklich schreckliche Art zu sterben.

Es war ein kalter Morgen an diesem 19. März 2001.

In einem kleinen Vorort der Iranischen Stadt Teheran sollte eine junge Frau durch Erhängen sterben.

Ihr Verbrechen?

Sie hatte eine Vergewaltigung überlebt und den Vergewaltiger angezeigt. Da sie aber nicht in der Lage war die in der Schariah vorgeschriebenen vier männlichen Zeugen beizubringen wurde sie wegen Prostitution zum Tot durch Erhängen verurteilt.

 
 
 
 

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten des Erhängens

1.-Den Tot Galgen oder am langen Seil

Hierbei wird ein Seil dessen Länge von Körpergewicht und Körpergröße des Verurteilten abhängig ist mit einem Ende an einem Galgen befestigt, am anderen Ende befindet sich die Schlinge die dem Delinquenten um den Hals gelegt und festgezogen wird. Unter dem Delinquenten befindet sich eine Bodenklappe die sich öffnet, der Delinquent fällt ein bis zwei Meter in die Tiefe um dann ruckartig durch das straffe Seil gestoppt zu werden. Der ruckartige Stopp ist verantwortlich für den eintretenden Genickbruch und führt im Regelfall zum Tot innerhalb eines Sekundenbruchteils ohne den Delinquenten zu Enthaupten.

2.- Den Tot am Kran oder am kurzen Seil

Hier wird dem Delinquenten ein Seil um den Hals gelegt und der Delinquent daran langsam so weit hochgezogen dass die Füße keinen Bodenkontakt mehr herstellen können.

Die Folgen dieser Art der Hinrichtung ist eine eingeschränkte Zufuhr von Sauerstoff und Blut zum Gehirn, Blasen- und Darmentleerung, sowie bei Frauen das einsetzen der Regelblutung, bei Männern ein Samenerguss.

Je nach körperlicher Verfassung des Delinquenten kann es bis zu zwei Stunden dauern bis der Tot durch CO²-Vergiftung eintritt.

Richtig, die eigentliche Todesursache ist eine Überanreicherung von CO² im Blut was schließlich zum Tot durch Ersticken führt

 

Den Tot durch Erhängen gab es belegt als Hinrichtungsart schon im alten Römischen Reich, wahrscheinlich aber auch schon davor und galt von Jeher als Unehrenhafte Todesart die Überwiegend für Vogelfreie angewandt wurde.

Insbesondere in islamischen Ländern von Heute werden immer noch zum Tot durch den Strang verurteilte zu Vogelfreien erklärt und somit aller Menschenrechte beraubt. Die Schariah erlaubt es zum Tode Verurteilte auf dem Weg zum Strang mit Gegenständen (auch Müll) zu bewerfen, sie zu bespucken, mit Händen oder Fäusten zu schlagen oder sie zu beleidigen. Darüber hinaus sieht die Schariah vor das Leblose Körper zum Tode Verurteilter nach Feststellung des Todes so weit wie möglich in die Höhe gezogen werden und somit als abschreckende Mahnung dienen sollen.

Wie lange der leblose Körper am Kran hängenbleibt entscheidet der Henker.

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